Welche Aufgaben hat ein Facility Manager?

Dominik Lehnert Erstellt am: 20.06.2023

Die Aufgaben eines Facility Managers sind vielseitig und spielen in der effektiven Gebäudebewirtschaftung und dem Bereich Facility Management eine tragende Rolle. Als verantwortlicher Gebäudemanager verfügt er über ein umfangreiches Know-how und ist für die Organisation und Koordination verschiedener Facility Services zuständig.

Von der technischen Wartung bis hin zur infrastrukturellen Verwaltung nehmen Facility Manager eine Schlüsselposition ein, um sicherzustellen, dass Gebäude reibungslos funktionieren und den Bedürfnissen von Unternehmen und Organisationen gerecht werden.

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf das Berufsbild des Facility Managers, die vielfältigen Aufgaben, die er übernimmt, und die spannenden Karrieremöglichkeiten, die sich in diesem Bereich auftun.

Facility Manager: Definition und Überblick

Facility Manager sind verantwortlich für die effiziente Organisation und Verwaltung von Gebäuden und deren technischer Infrastruktur. Als ExpertInnen in der Immobilienwirtschaft übernehmen sie die Aufgaben von GebäudeverwalterInnen und sorgen dafür, dass die Liegenschaften den Bedürfnissen der EigentümerInnen und NutzerInnen gerecht werden.

Die Berufsbezeichnung „Facility Manager“ umfasst eine Vielzahl von Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Dazu gehören die Koordination von Reinigungskräften, die Organisation von externen Dienstleistern, die Zusammenarbeit mit der Hausverwaltung und die Planung der Gebäudetechnik. Facility Manager tragen dazu bei, dass die technischen und infrastrukturellen Aspekte eines Gebäudes reibungslos funktionieren.

Facility Manager: Definition und Überblick

Im Bereich des Immobilienmanagements sind Facility Manager gefragte ExpertInnen, die in verschiedenen Branchen wie der Hotellerie, der Industrie oder der Betreuung von Wohngebäuden tätig sein können. Stellenanzeigen für Facility Manager weisen oft auf die Anforderung eines Fachwirts oder eines Abschlusses im Bauingenieurwesen hin, da fundierte Kenntnisse in diesen Bereichen von großer Bedeutung sind.

Grundsätzlich kann man Facility Management unterteilen in das strategische und das operative Facility Management. Das operative FM umfasst Bereiche wie das technische, das infrastrukturelle oder das kaufmännische FM. Im strategischen FM hingegen geht es um globalere Ansätze, um die Wirtschaftlichkeit oder auch die Nachhaltigkeit eines Gebäudes zu optimieren.

Technisches Facility Management

Das technische Facility Management bzw. das technische Gebäudemanagement ist unverzichtbar für die Gewährleistung eines reibungslosen Betriebs und die optimale Nutzung von Gebäuden. Es umfasst die Planung, Überwachung und Instandhaltung der technischen Systeme und Anlagen in einem Gebäude.

Zu den Aufgaben des technischen Facility Managements gehören die regelmäßige Wartung und Inspektion der technischen Infrastruktur wie Heizungs-, Klima- und Lüftungsanlagen. Dabei ist es wichtig, dass Facility Manager über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Brandschutz und Umwelttechnik verfügen, um die Sicherheit und Nachhaltigkeit des Gebäudes zu gewährleisten.

Darüber hinaus koordinieren der Facility Manager auch Sanierungen und Modernisierungen, um den Zustand und die Funktionalität des Gebäudes aufrechtzuerhalten oder zu verbessern. Hierbei ist es von Vorteil, wenn Facility Manager sowohl technisches Know-how als auch Soft Skills wie Projektmanagement und Teamführung besitzen.

Das technische Facility Management trägt dazu bei, dass die technischen Anlagen effizient arbeiten, Energiekosten minimiert werden und ein sicherer Arbeits- und Aufenthaltsbereich gewährleistet ist. Durch eine professionelle Instandhaltung und regelmäßige Überprüfungen sorgen Facility Manager dafür, dass potenzielle Probleme frühzeitig erkannt und behoben werden, um Betriebsunterbrechungen zu vermeiden.

Infrastrukturelles Facility Management

Das infrastrukturelle Facility Management spielt eine wesentliche Rolle bei der effektiven Verwaltung von Gebäuden und der Bereitstellung von Dienstleistungen, die für den reibungslosen Betrieb notwendig sind. Es umfasst die Organisation und Koordination von Aufgaben wie Reinigung, Sicherheitsdiensten und das Flächenmanagement.

Eine saubere und gepflegte Umgebung ist entscheidend für das Wohlbefinden der NutzerInnen eines Gebäudes. Facility Manager sind verantwortlich für die Planung und Überwachung der Reinigungsdienste. Sie stellen sicher, dass die Räumlichkeiten regelmäßig gereinigt werden und die Hygiene in den Liegenschaften gewährleistet ist.

Technische Facility Manager – unverzichtbar in diesen Betrieben

Darüber hinaus sorgt das infrastrukturelle Facility Management für die Sicherheit des Gebäudes und seiner NutzerInnen. Facility Manager koordinieren etwa die Sicherheitsdienste oder den Winterdienst und sorgen dafür, dass geeignete Maßnahmen zum Schutz des Gebäudes und der Menschen getroffen werden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Flächenmanagement, bei dem Facility Manager dafür verantwortlich sind, dass die verfügbaren Räumlichkeiten effizient genutzt werden. Dies beinhaltet die Zuweisung von Büroflächen, die Planung von Umzügen und die Optimierung der Raumauslastung.

Kaufmännisches Facility Management

Das kaufmännische Facility Management ist ein wesentlicher Bestandteil der effizienten Verwaltung von Gebäuden und umfasst finanzielle Aspekte sowie Vertragsmanagement und Liegenschaftsverwaltung. Facility Manager sind für die Budgetplanung und -kontrolle der Betriebskosten und Investitionen eines Gebäudes zuständig.

Im kaufmännischen Facility Management spielt das Immobilienmanagement eine entscheidende Rolle. Facility Manager überwachen Mietverträge, Vertragsverhandlungen und die Einhaltung von rechtlichen Bestimmungen im Zusammenhang mit dem Gebäudebetrieb. Sie arbeiten eng mit EigentümerInnen, MieterInnen und anderen Stakeholdern zusammen, um sicherzustellen, dass die Interessen aller Parteien berücksichtigt werden.

Die Liegenschaftsverwaltung ist ein weiterer wichtiger Aspekt des kaufmännischen Facility Managements. Facility Manager überwachen den Zustand des Gebäudes, planen erforderliche Instandhaltungsmaßnahmen und koordiniert externe Dienstleister, um sicherzustellen, dass das Gebäude ordnungsgemäß gewartet wird.

Strategisches Facility Management

Das strategische Facility Management kommt bei der langfristigen Planung und Entwicklung von Gebäuden und deren Nutzung zum Tragen. Es geht über die alltägliche Verwaltung hinaus und konzentriert sich auf die strategische Ausrichtung und Optimierung der Facility Services.

Im strategischen Facility Management werden langfristige Ziele und Pläne für die effiziente Nutzung von Gebäuden festgelegt. Facility Manager arbeiten dazu eng mit verschiedenen Abteilungen und Stakeholdern zusammen. So können sie die Anforderungen der NutzerInnen verstehen und geeignete Maßnahmen ergreifen, um die Effizienz zu steigern und Kosten zu minimieren. 

Aber auch der Aspekt der Nachhaltigkeit nimmt im Facility Management eine zunehmend zentrale Position ein: Von der Gebäudeplanung über das Energiemanagement bis hin zu Modernisierungsmaßnahmen und dem Abriss gilt es, Umwelt- und Klimaaspekte zu bedenken und entsprechend zu kalkulieren.

Gehalt und Karrierechancen als Facility Manager

Als Facility Manager können sowohl attraktive Gehälter als auch vielversprechende Karrierechancen geboten werden. Das Gehalt eines Facility Managers hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe und Komplexität des zu verwaltenden Gebäudes, der Erfahrungsschatz, die Qualifikationen und die geografische Lage.

Herausforderungen im technischen Facility Management

Gemäß aktuellen Daten liegen die Durchschnittsgehälter für Facility Manager in Österreich bei etwa 52.000 Euro brutto pro Jahr, ähnlich verhält es sich auch in Deutschland. Allerdings können Spitzenverdiener und erfahrene Facility Manager nach entsprechenden Lehrgängen deutlich höhere Gehälter erzielen.

Darüber hinaus bieten sich Facility Managern zahlreiche Karrierechancen. Mit zunehmender Erfahrung und Expertise können sie in höhere Positionen aufsteigen, wie beispielsweise zum Senior Facility Manager oder zum Leiter des Facility Managements. Auch eine Spezialisierung auf bestimmte Bereiche wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit oder technisches Facility Management eröffnet neue berufliche Möglichkeiten.

Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, sich selbstständig zu machen und als BeraterIn oder DienstleisterIn im Facility Management tätig zu sein. Hierbei können Facility Manager ihre Expertise nutzen, um Unternehmen und Organisationen bei der effizienten Gebäudebewirtschaftung und der Optimierung von Facility Services zu unterstützen.

Zukunftsaussichten im Facility Management – Digitalisierung als nächster Schritt

Egal wohin man blick: Die Digitalisierung hat den Arbeitsalltag im Facility Management schon längst maßgeblich verändert. CAFM (Computer-aided Facility Management) sorgt dabei für enorme Erleichterungen, indem solche Plattformen viele Aufgabenbereiche im Facility Management digitalisieren.

Facility Management mithilfe von NOA

NOA kann Facility Managern etwa dabei helfen, Prozesse digitale abzubilden und zu standardisieren. So können Prozesssicherheit und Effizienz deutlich gesteigert werden.

Über die IoT-Anbindung an NOA können die unterschiedlichsten Gebäudedaten in einer einheitlichen Plattform zusammenfließen. Meldungen unterschiedlicher Sensoren und der Status kompatibler Geräte sind so auf einen Blick ersichtlich.

Um den MitarbeiterInnen die Navigation durch unterschiedliche Liegenschaften und deren Bereiche zu erleichtern, kann auf das digitale Raumbuch von NOA zurückgegriffen werden. Gemeinsam mit bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen und einer digitalen Dokumentation wird es so zum Kinderspiel, auch neuen MitarbeiterInnen komplexe Abläufe effizient zu vermitteln – ein weiterer Schritt hin zum digitalen Facility Management der Zukunft.


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